spezielle Reisen
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Traumreisen per Schiff  

Hurtigruten, Norwegen
Seit 1893 verkehren die Postschiffe an Norwegens Westküste. Sommer und Winter verlässt praktisch täglich eine der komfortablen Fähren Bergen in Richtung Kirkenes. Heute sind die Hurtigruten eine faszinierende Mischung aus erstklassigen Kreuzfahrtschiffen und einem alltäglichen Transportmittel an einer der aufregendsten Küsten der Welt. Ein wichtiger Teil der Existenzgrundlage der Hurtigruten ist aber nach wie vor der Transport der ortsansässigen Bevölkerung und von Fracht. Eine Reise mit Hurtigruten, das sind die Gross- und Kulturstädte Bergen und Trondheim, aber auch die kleinen, sturmzerzausten Flecken Vardö und Vadsö. Das pulsierende Nachtleben in Tromsö und die friedliche Stille in Risöyhamn. Das ist der Winter in Kirkenes, während sich in Kristiansund bereits der Frühling regt. Das sind Slalomfahrten durch enge Schärengebiete und der weite Blick über das endlose Meer. Das ist die Fahrt unter der Mitternachtssonne oder beim grünlichen Schleier des Nordlichts über dem schwarzen Winterhimmel.

 

 

Alaska Marine Highway, USA
Die Autofähren des Alaska Marine Highway sind für viele Anwohner in Alaska die einzige Landverbindung zur Aussenwelt. Die Hauptroute führt ab Seattle zwischen Vancouver Island und dem Festland hinauf und erreicht erst nach 36 Stunden die erste Siedlung in Alaska. Alte Indianersiedlungen wie Angoon, Fischerhäfen wie St. Petersburg mit Lachsverarbeitungsfabriken, die alte Hauptstadt Russisch Alaskas, Sitka, mit seinen Zwiebelturmkirchen und schliesslich Skagway, der ersehnte Ausgangspunkt für den Goldrush nach Dawson liegen zusammen mit viel, viel Natur an dieser Strecke. Ueberall wo man anhält, locken Ausflüge noch tiefer in die Natur, sei es zu den kalbenden Gletschern in der Glacier Bay oder per Wasserflugzeug zu einer einsamen Hütte an einem verlassenen See auf Admiralty Island, wo es mehr Braunbären als Menschen geben soll. Die Mahlzeiten sind weniger üppig als auf den Hurtigruten, die Kabinen spartanischer, dafür ist für Camper ein spezielles Deck mit Liegestühlen unter Wärmelampen vorgesehen - und der Kapitän scheut sich nicht auch um 06.00h morgens seine Passagiere zu wecken, wenn es Wale zu sehen gibt.

 

 

MV Puerto Eden, Südchile
Während ca. 4 Tagen (genauer 3 Nächten) fährt das umgebaute Frachtschiff die 1’600 km lange Strecke, die durch traumhafte Insellandschaften entlang der zerrissenen Küstenlinie und teilweise über den offenen Ozean führt. Wer ein bisschen Glück mit dem Wetter hat wird dieses unvergessliche Erlebnis geniessen: Gletscher, die vom immensen "Hielo Sur" ihren Weg Richtung Meer suchen, Seelöwen, eventuell sogar Wale, eindrückliche Stimmungen von dunklen Wolken und hell einfallendem Sonnenlicht und viel Zeit, um die vorbeiziehende Landschaft aufzunehmen. Die "M/V Puerto Eden" ist kein Kreuzfahrtschiff und entsprechend einfach, aber zweckmässig eingerichtet. Es gibt bloss Vierer-Kabinen, etliche davon mit Fenster und Dusche. Während der Reise herrscht eine friedliche Stimmung an Bord, ein "Animator" bietet Vorträge, Diashows und Führungen über die Kommandobrücke, durch den Maschinenraum etc. Daneben bleibt viel Zeit für Bekanntschaften unter Mitreisenden oder für die Vorbereitung auf den Torres del Paine Nationalpark.

 

 

Yangtse - Kreuzfahrten, China
Wenn alles nach Plan verläuft soll im Jahr 2009 einer der schönsten Wasserwege dem ambitiösesten chinesischen Bauprojekt seit der grossen Mauer zum Opfer fallen: die Yangtse-Schluchten. Heute verkehren täglich hunderte von Schiffen auf dieser Wasserstrasse, von alten Dschunken über Fracht- und Passagier- bis zu modernsten Kreuzfahrtschiffen. Die attraktivste Strecke des 6300km langen Flusses liegt zwischen Chongqing und Wuhan. Die Reise zwischen diesen Städten dauert 4 Tage. Neben den vorbeiziehenden Frachtschiffen und der gewaltigen Natur bietet die Reise vor allem Einblick in die einmalige Vergangenheit und in das interessante tägliche Leben Chinas.

 

 

R/V Pandaw, Irrawaddy, Burma
Reisen in Burma/Myanmar sind heute politisch mindestens umstritten. Die Reise mit der "R/V Pandaw" ist aber so einzigartig, dass wir sie trotzdem in diese Angebote aufnehmen. Das Schiff wurde 1947 in Schottland gebaut, nach Burma gebracht und dann als Personen- und Frachtschiff gebraucht. Vor 2 Jahren hat man das Schiff komplett renoviert und 16 Kabinen mit viel Teak und Messing ausgestattet. Es erinnert an die Zeiten von Josef Conrad, Somerset Maugham und Rudjard Kipling und ist damit das ideale Transportmittel auf einem Fluss, an dessen Ufern die Zeit scheinbar stehen blieb. Im Herbst fährt die "R/V Pandaw" je nach Wasserstand 10-14 tägige Expeditionsfahrten ab Mandalay auf dem Irrawaddy (gegen die chinesisch - laotische Grenze) und den Chin-Dwin (gegen Indien). Durch den Winter fährt das Schiff dann die Strecke Mandalay - Pagan. Leider dauert die Reise nur 2 Tage, jedoch auch dies ist bereits ein Erlebnis für sich. Am Abend wird irgendwo angelegt, Pfähle eingeschlagen und das Schiff befestigt, Planken zum Aussteigen gelegt... das nächste Dorf ist bestimmt nicht weit.